Aktuell
In den letzten Jahren wurden mehrere Medienprojekte von HFTF über das Institut für Auslandsbeziehungen und das Auswärtige Amt der Bundesrepublik Deutschland mit Mitteln des Stabilitätspakts für Südosteuropa gefördert. Die Medienarbeit von HFTF hat drei Schwerpunkte:
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Die Multikulturellen Radioprogramme:
Journalisten aus allen Ethnien des Kosovo erstellen in ihren Sprachen (Albanisch, Serbisch, Romanes, Türkisch) Sendebeiträge zu einem bestimmten, alle Volksgruppen gleichermaßen betreffenden Thema. Dabei recherchieren die Journalisten in ihren jeweiligen Volksgruppen das Thema und führen Interviews durch; mit einfachen Bürgern, aber auch mit Politikern, Experten etc. Die so entstandenen Reportagen werden von der Redaktion zu einer 30-minütigen Sendung zusammengefügt, in die Sprachen der jeweils anderen Volksgruppen übersetzt und von Partnersendern in der Region des nördlichen Kosovo ausgestrahlt.
Dabei geht es darum, die Zusammenarbeit unter den Radioschaffenden der unterschiedlichen Volksgruppen im Kosovo zu stärken. Darüber hinaus wollen wir sowohl bei den Journalistenkollegen als auch bei den Hörern ein Bewusstsein dafür wecken, dass viele Probleme Menschen aus allen Volksgruppen gleichermaßen betreffen und dass ohne Verständnis und Zusammenarbeit die Probleme nicht gelöst werden können.
Die Sendungen werden alle 14 Tage ausgestrahlt.
Dialoge Entwickeln 15-19
DER BALKANISCHE RADIOWETTBEWERB „KINDERARMUT“
Die NGO Hope for the Future hat in diesem Jahr zum zweiten Mal in der ethnisch geteilten Stadt Mitrovice/a im Kosovo den „Balkanischen Radiowettbewerb ausgerichtet.

Ziel aller Aktivitäten von Hope for the Future ist es, Verständnis unter den einzelnen ethnischen Gruppen in der Region Mitrovica für die Belange der jeweils anderen Ethnien zu wecken. Mit dem Radiowettbewerb möchte HFTF noch einen Schritt weiter gehen und Rundfunkschaffende aus den Nachbarländern einbeziehen. Mit diesem "sportlichen" Wettbewerb, bei dem es nur vordergründig um Gewinnen gehen soll, sollen Rundfunkschaffende, die sonst wenig Gelegenheit zum grenzüberschreitenden Kontakt haben, während des Wettbewerbs die Möglichkeit zu ausgiebigen Gesprächen haben. So soll sehr effizient die Zusammenarbeit unter Journalisten aus allen genannten Gebieten gefördert werden. Die Teilnehmer an der Endausscheidung, die in Mitrovica stattfindet, werden von Partnerorganisationen in den beteiligten Nachbarländern - in der Regel größere Radiosender/Rundfunkanstalten - ausgewählt. Die Erfahrung hat gezeigt, dass aus den Kontakten, die sich im Rahmen des Balkanischen Radiowettbewerbs unter den Journalisten der unterschiedlichen Herkunftsregionen und Ethnien ergeben, eine Verfestigung der Zusammenarbeit im Sinne einer Vernetzung entsteht.


Für den Radiowettbewerb 2006, der am 9.11.2006 in Mitrovica ausgetragen wurde, bat HFTF hat die Teilnehmer, Reportagen zum Problem der Kinderarmut zu verfassen. Damit wurde ein Thema gewählt, das in der überall von wirtschaftlicher Not heimgesuchten Region des westlichen Balkan sehr präsent ist und alle ethnischen Gruppen gleichermaßen betrifft, ohne Gegenstand der nach wie vor bestehenden ethnischen oder nationalen Konflikte in den beteiligten Ländern und Gebieten zu sein. Die Erfahrungen der vergangenen Jahre haben HFTF immer wieder gezeigt, dass die Beschäftigung mit allgegenwärtigen sozialen Problemen Brücken über ethnische und nationale Grenzen hinweg bauen kann.
Die Mitglieder der Jury, Alexandere Benz – OSZE Mitrovica, Fabian Schmidt, Leiter der albanischen Redaktion der Deutschen Welle, Markus Kothenschulte, HFTF Europa-Koordinator, Avni Spahiu, Direktor von Radio Kosova (RTK) und Mirjana Milutinovic, Direktorin von Radio Contact Plus, waren beeindruckt von der Qualität der Beiträge der Teilnehmer an der Endausscheidung:Meneta Zekaj – RTK - Prishtina, Ivan Vuckovic – RTV MIR Leposavic, Tomor Grabovci – Radio Dukagjini - Prishtina, Nikola Lazic – Vranjske Novine -Vranje, Nenad Vulovic – B 92 Belgrad, Kreshnik Martini – Tirana, Ljubisa Pejovic - Radio Antena M – Podgorica und Mare Stoilova – TV A1 Skopje.


Meneta Zekaj, eine Journalistin aus Prishtina, gewann den ersten Preis.
Die Konferenzen:
Neben den regelmäßigen Sendungen veranstaltet Hope for the Future auch mehrmals im Jahr Konferenzen Themen, die für das Zusammenleben der Volksgruppen im Kosovo besonders wichtig sind. Anfang Oktober fand im Sportpalast von Mitrovica die Round Table Konferenz „Medien und Sport“ statt, auf der Teilnehmer aus Rundfunk und Presse sowie Sportler und Sportfunktionäre über wechselseitigen Beziehungen zwischen dem Sport und der Medienberichterstattung darüber.


Im Anschluss an den Balkanischen Radiowettbewerb fand eine Konferenz zum selben Thema – Kinderarmut – statt. Vertreter von Politik, Medien und Nichtregierungsorganisationen diskutierten über das Problem an sich und die Wege, die sie beschreiten, um zu einer Linderung beizutragen.
01.04.2006
Unterstützt von:
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Am 21. April 2006 setzt Hope for the Future sein Projekt "Multikulturelle
Radiosendungen" fort. Dieses Projekt wird vom Institut für
Auslandsbeziehungen (ifa), dem Auswärtigen Amt der Bundesrepublik
Deutschland und dem Stabilitätspakt für Südosteuropa
gefördert.
Im Rahmen dieses Projekts werden in Zusammenarbeit mit der Deutschen
Welle 14täglich Sendungen zu einem bestimmten Thema produziert.
Journalisten aus allen Ethnien produzieren in ihrer jeweiligen Sprache
je einen Beitrag zu einem bestimmten Thema, das alle Bürger betrifft.
Der Beitrag wird dann in die Sprachen aller anderen Volksgruppen übersetzt
und gesendet.
30.12.2005
Erwartungen an das Neue Jahr (s.
6, 7 & 8)
16.12.2005
Schusswaffen in Privatbesitz (s.
6, 7 & 8)
02.12.2005
Umweltverschmutzung (s.
6, 7 & 8)
18.11.2005
Bauwut (s.
6, 7 & 8)
04.11.2005
Religion (s.
6, 7 & 8)
21.10.2005
Menschenrechte (s.
6, 7 & 8)
07.10.2005
Medienfreiheit im Kosovo (s.
6, 7 & 8)
03.10.2005
Am 3. Oktober fand in Mitrovica eine von der NGO Hope for the
Future organisierte Round Table Konferenz zum Thema Häusliche Gewalt
statt. An der Konferenz nahmen Vertreter von Regierungs- und Nichtregierungsorganisationen
teil, die sich mit dem Opferschutz befassen, und außerdem Vertreter
von OSZE, UNHCR und eine Reihe von Medienvertretern teil. Die Teilnehmerinnen
und Teilnehmer aus allen größeren Volksgruppen des Kosovo
erörterten mögliche Ursachen des Problems und Wege zu dessen
Lösung. Es stellte sich schnell heraus, dass Gewalt in der Familien
in allen ethnischen Communities gleichermaßen ein Problem ist.
Eines der Hauptanliegen der Konferenz war es, den Aktivisten für
die Belange der Opfer die Möglichkeit zur Kontaktaufnahme zu bieten.
Aufgrund der andauernden ethnischen Grenzen im Kosovo ist das Knüpfen
von Kontakten über diese Trennungslinien hinweg nicht immer einfach.

Im zweiten Teil der Konferenz bildeten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer
Arbeitsgruppen und entwarfen eine Liste mit Vorschlägen und Forderungen
an die einschlägigen Institutionen als Beitrag zu einer Lösung
des Problems der Gewalt in der Familie.

Die Teilnehmer stellten zum Abschluss der Konferenz einen Katalog von
Forderungen an Gesellschaft und Politik zusammen, die ihrer Ansicht
erfüllt werden müssen, damit die Gewalt in der Familie wirksam
eingedämmt werden kann.
Dies sind nach Auffassung der Teilnehmer die zentralen Forderungen an
die Institutionen:
Zentrale und kommunale Institutionen müssen gezielt Beschäftigungsmöglichkeiten für Opfer familiärer Gewalt schaffen, um ihnen ein vom Gewalttäter unabhängiges Leben zu erleichtern
Zentrale und kommunale Institutionen müssen unabhängige Initiativen zum Opferschutz fördern.
Opfern häuslicher Gewalt vom Augenblick der Meldung der Tat einen Beistand an die Seite stellen, der sie durch das gesamte Verfahren hindurch betreut
Mutmaßliche Täter müssen sofort nach bekannt werden der Tat aus der häuslichen Umgebung entfernt und, falls Betretungsverbote ignoriert werden, bis zum Abschluss des Gerichtsverfahrens dauerhaft in Gewahrsam genommen werden
Der gesetzliche Strafrahmen muss ausgeschöpft werden. Notfalls müssen Gesetze verschärft werden
Da die Sicherheit der Opfer in einigen Fällen anders nicht gewährleistet werden kann, müssen in beiden Teilen der Gemeinde Mitrovica sichere Frauenhäuser eingerichtet werden
In die Lehrpläne der Schulen muss die Erziehung zur Achtung der Gleichheit der Geschlechter als fester Bestandteil aufgenommen werden
Medien, insbesondere Radio und Fernsehen müssen eine Brückenfunktion
zwischen Bürgern und Institutionen einnehmen und umfassend über
Angebote zur Opferberatung und zum Opferschutz informieren.

30.09.2005
BALKANISCHER RADIOWETTBEWERB
"HÄUSLICHE GEWALT"

Vom 29. September bis zum 1. Oktober veranstaltete die NGO Hope for
the Future in Mitrovice/Kosovska Mitrovica ihren ersten Balkanischen
Radiowettbewerb. Elf Reportagen von Autoren aus Kosovo, Albanien, Mazedonien,
Montenegro und Serbien zum Thema “Häusliche Gewalt”
wurden einer internationalen Jury präsentiert.
Die
Mitglieder der Jury, Matthias Lüttenberg, Erster Sekretär
für Politik, Kultur und Presse des Deutschen Verbindungsbüros
in Prishtine/Pristina, Fabian Schmidt, Leiter der albanischen und bosnischen
Redaktion der Deutschen Welle, Markus Kothenschulte, HFTF Europa-Koordinator,
Avni Spahiu, Direktor von Radio Kosova (RTK) und Mirjana Milutinovic,
Direktorin von Radio Contact Plus, waren beeindruckt von der Qualität
der Beiträge der Teilnehmer an der Endausscheidung: Vaide Morina
– Blu Sky - Prishtina, Luljeta Humolli – Kosova Sot - Prishtina,
Bojana Kostadinovic – Radio Contact Plus – Mitrovicë/Kosovska
Mitrovica, Jelena Aleksic – B 92 - Belgrad, Miriana Trajkovic
– Frei Journalistin - Bujanovac, Minire Pereziq – Freie
Journalistin - Ulcinj, Predrag Tomovic – Radio Antena M - Podgorica,
Suela Musta – Top Albania - Tirana, Ersi Shehu – Radio Koha
- Tirana, Qerimane Bekteshi – Freie Journalistin - Skopje und
Frosina Cvetkovska – Radio ‘Free Europe’ - Skopje.
Qerimane
Bekteshi, eine Rundfunkjournalistin aus Skopje/Mazedonien, gewann den
ersten Preis mit der herzzerreißenden Geschichte einer alten Dame,
die von ihrem gewalttätigen Sohn aus der eigenen Wohnung geworfen
wird. Der zweite Preis ging an Predrag Tomovic from Podgorica/Montenegro
und der dritte Preis an Bojana Kostadinovic aus dem Norden von Mitrovice/Kosovska
Mitrovica. In ihren jeweiligen Reportagen stellen sie die Leiden der
Opfer dar, bieten aber gleichzeitig eine Vielfalt von Informationen
über Einrichtungen, an die die Opfer sich wenden können.
Die
Jury entschied, einen vierten, speziellen Preis an Vaide Morina aus
Prishtine/Pristina, Kosovo, für ihren intellektuell anspruchsvollen
Beitrag
über
die Ursachen familiärer Gewalt sowie für ihren unkonventionellen
Einsatz von Musik und Effekten zu vergeben.
Nach der Vorstellung der Reportagen bot HFTF den Teilnehmern die Gelegenheit
zum Besuch des Bergbau-Komplexes Trepca und zum Gespräch mit dessen
Direktor Nazmi Mikullovci.
Zu Beginn des Radiowettbewerbs richtete Matthias Lüttenberg, Erster
Sekretär für Politik, Kultur und Presse des Deutschen Verbindungsbüros
in Prishtine/Pristina, ein Grußwort an die Anwesenden, das wir
an dieser Stelle veröffentlichen.
Sehr
geehrte Gäste, sehr geehrte Vertreter der Medien, liebe Teilnehmer
am Balkanischen Radiowettbewerb, die Regierung der Bundesrepublik Deutschland
unterstützt den Radiowettbewerb zur häuslichen Gewalt im Rahmen
des Stabilitätspakts für Südosteuropa. Ich möchte
daher zuerst Hope for the Future für ihr andauerndes Engagement
in Mitrovica danken. Einmal mehr ist es den Veranstaltern gelungen,
eine Gruppe verschiedener Medienvertreter aus der Region zu versammeln,
die sich nicht nur mit der Frage beschäftigen, welchen Status der
Kosovo bekommen könnte, sonder die sich auch mit Themen befassen,
welche dringende Probleme des täglichen Lebens in jedem Land darstellen.
Häusliche Gewalt ist sicherlich ein solcher Bereich. Ihre Existenz
hängt nicht von Einkommen, Bildungsstand, ethnischer Zugehörigkeit
oder sozialer Schicht ab. Drohungen, Erniedrigung, Isolation und körperliche
Gewalt, meistens gegen Frauen und Kinder zerstören Selbstbewusstsein
und soziale Beziehungen weltweit. Die meisten Fälle bleiben unter
der Decke von Scham und Angst, kein Gericht befasst sich mit ihnen,
kein Nachbar schreitet ein. Dieser Radiowettbewerb kann helfen, die
Mauern des Schweigens niederzureißen und Aufmerksamkeit zu erregen,
was für sich bereits sehr wichtig ist. Aber wir dürfen dort
nicht halt machen, sondern wir müssen uns Gedanken darüber
machen, wie den Opfern geholfen werden kann, um der Spirale von Gewalt
und Erniedrigung zu entkommen.
Im Namen des Deutschen Verbindungsbüros möchte ich all jenen
danken, die an diesem Radiowettbewerb teilgenommen haben.
Die Medien im Kosovo berichteten in großem Umfang über den Balkanischen Radiowettbewerb. Aufgrund des erfolgreichen Verlaufs beabsichtigt HFTF die Veranstaltung im Jahr 2006 erneut durchzuführen.
23.09.2005
Der Trepça/Trepča-Komplex (s. 6, 7 & 8)
09.09.2005
Kosovos Gesundheitswesen (s. 6, 7
& 8)
26.08.2005
Drogen (s. 6, 7
& 8)
12.08.2005
Menchenhandel (s. 6, 7 & 8)
29.07.2005
Die Rentner im Kosovo (s. 6, 7
& 8)
15.07.2005
Kinderarbeit im Kosovo (s. 6, 7
& 8)
01.07.2005
Frauen in Medien und Politik (s.
6, 7 & 8)
17.06.2005
Die Privatisierung in Kosovo (s.
6, 7 & 8)
03.06.2005
Kosovo Wirtschaftslage (s. 6, 7
& 8)
20.05.2005
Die Lage der Behinderten im Kosovo
(s. 6, 7 & 8)
06.05.2005
Kosovos ständige Energiekrise
(s. 6, 7 & 8)
22.04.2005
Jugendperspektiven (s. 6, 7 &
8)
08.04.2005
Analphabetismus (s. 6, 7 &
8)
21.03.2005
Unterstützt von:
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Am 8. April 2005 setzt Hope for the Future sein Projekt "Multikulturelle
Radiosendungen" fort. Dieses Projekt wird vom Institut für
Auslandsbeziehungen (ifa), dem Auswärtigen Amt der Bundesrepublik
Deutschland und dem Stabilitätspakt für Südosteuropa
gefördert.
Im Rahmen dieses Projekts werden in Zusammenarbeit mit der Deutschen
Welle 14täglich Sendungen zu einem bestimmten Thema produziert.
Journalisten aus allen Ethnien produzieren in ihrer jeweiligen Sprache
je einen Beitrag zu einem bestimmten Thema, das alle Bürger betrifft.
Der Beitrag wird dann in die Sprachen aller anderen Volksgruppen übersetzt
und gesendet.
17.12.2004
Perspektiven für die Roma und Ashkali in der Region
Am 17. Dezember fand im Hotel Palace in Mitrovica die von HFTF organisierte
Konferenz "Perspektiven für die Roma und Ashkali in der Region"
statt. Die Konferenz stieß auf großes Interesse bei den
Medien im Kosovo. Im folgenden nun Auszüge aus der Berichterstattung
des öffentlich-rechtlichen Fernsehens RTK und der Nachrichtenagentur
KosovaLive (zitiert nach DW-Monitor, 22.12.2004)
RTK-FERNSEHEN, alban., 17.12.2004
In Mitrovica hat eine Konferenz mit dem Titel "Perspektiven für
die Roma und Ashkali in der Region" stattgefunden. Organisiert
wurde sie von der NGO "Hope for the Future". Hauptmotiv für
die Organisation dieser Konferenz was die weiterhin schwierige Lage
der Roma und der Ashkali in der Region und die Probleme, mit denen sie
in ihrem täglichen Leben konfrontiert sind. (...)
An dieser Konferenz nahmen Vertreter der Gemeinschaft der Roma und der
Ashkali sowie Vertreter internationaler Organisationen und der ausländischer
Vertretungen in Kosova sowie Vertreter von
Menschenrechtsorganisationen teil.(...)
Nach Angaben der Organisatoren der Konferenz war es ihr Ziel, die Öffentlichkeit
mit der Lage der Roma und Ashkali in Kosova vertraut zu machen und ihre
Aufmerksamkeit auf die Probleme und die Lage dieser Ethnien zu richten.
"Solange Kosova von anderen abhängig ist und die Wirtschaft
in Kosova in einem miserablen Zustand werden auch die Roma und Ashkali
das selbe Schicksal wie die anderen Bewohner von Kosovo haben"
- sagt der Menschrechtler Adem Demaci.
Der Vertreter des Deutschen Büros in Prishtina, Matthias Lüttenberg, betonte in seiner Rede, dass die Lage, in der sich diese beiden Minderheiten in Kosova befinden, sehr schwierig sei und hob hervor, dass die Durchführung dieser Konferenz einen Schritt zur Verbesserung der Lage der Roma und Ashkali darstelle.
KOSOVA LIVE, alban., 17.12.2004, aus Mitrovica
(...). Lüttenberg erklärte, seine Regierung habe die
Roma und die anderen Gemeinschaften mit Hilfen von insgesamt 3,2 Millionen
Euro unterstützt. Diese Hilfe werde auch in Zukunft fortgesetzt.
Haxhi Zylfi Merxha, ein Roma-Vertreter und Abgeordneter im Kosova-Parlament erklärte, alle Minderheiten in Kosova hätten die gleichen Rechte. Es gebe jedoch auf einigen Gebieten Mängel.
"Wir Roma wollten der Kosova-Regierung nicht beitreten, aber wir
haben unsere Bereitschaft geäußert, hier zu leben und einen
Beitrag zum Fortschritt der demokratischen Prozesse zu leisten. Natürlich
wollen wir auf allen Gebieten des Lebens und in der Arbeitswelt die
gleichen Rechte genießen", so Merxha. Er betonte,
die Roma und Ashkali hätten weniger Probleme mit der Sicherheit
und der Bewegungsfreiheit, sondern vielmehr mit dem Gesundheits- und
Bildungswesen und mit dem Bereich Informationen.
"Von den mehr als 120 Rundfunk- und Fernsehsendern in Kosova sendet
keine auf Romanes. Die 15-minütige Nachrichtensendung, die von
RTK (Rundfunk-Fernsehen Kosovas - MD) ausgestrahlt wird, reicht nicht
aus, um gute und umfassende Informationen für die Roma in ganz
Kosova zu liefern,. Die Roma sind praktisch von der Sekundarschulbildung
ausgeschlossen, besonders von den Gymnasien und medizinischen Fachschulen",
so Merxha unter anderem.
Ali Ismajli, Mitglied des Präsidiums der PDAK (Demokratische Ashkali-Partei
Kosovas - MD) gibt an, 90 Prozent der Angehörigen seiner Community
lebten von Sozialhilfe und kein einziges Mitglied habe Arbeit.
"In Mitrovica gibt es derzeit 46 Ashkali-Familien mit 318
Mitgliedern. Im Jahre 2003 kehrten 9 Familien in ihre Häuser zurück,
in diesem Jahr nur eine. Die Rückkehr war freiwillig und dauerhaft.
Wir haben keine Probleme mit den Albanern, wir bewegen uns frei und
40 unserer Kinder besuchen die Schulen in Mitrovica",
so Ismajli. (...)
"Die Roma und Ashkali-Communities leiden gemeinsam mit dem übrigen Kosova unter dem Schicksal einer Arbeitslosenquote von 60 Prozent. Der Ansatz der internationalen Gemeinschaft zu den Minderheiten ist falsch, denn wenn sie über die Minderheiten sprechen, dann denken sie nur an die Serben und ignorieren die anderen, die alle zusammen zahlenmäßig stärker sind als die Serben". Diese Ansicht vertrat der prominente Aktivist Adem Demaci.
Zu
der schwierigen Lage der Roma aus Kosova in Serbien, Mazedonien und
Montenegro sagte Demaci, es müsse alles unternommen werden, einschließlich
Spenden aus dem Ausland und Zuwendungen der Regierung Kosovas, um ihnen
zu helfen, nach Kosova zurückzukehren. Er forderte die internationale
Gemeinschaft auf, mehr in die Wirtschaft Kosovas zu investieren, denn
das würde das Leben der Communities sehr erleichtern.(Ende)
13.11.2004
In Mitrovica hat am 11. November, organisiert von der NGO "Hope
for the Future", eine Konferenz mit dem Thema "Medien und
Menschenrechte stattgefunden. Vertreter albanischsprachiger Medien diskutierten
mit Kollegen aus den Volksgruppen der Serben, Türken, Bosniaken
und Roma sowie von der Deutschen Welle und der Nachrichtenagentur Reuters
über das Verhältnis zwischen Menschenrechten und den Rechten
von Journalisten. Was diese Konferenz von anderen unterschied, war die
Beteiligung von serbischen und albanischen Jugendlichen, die Fragen
an die Diskutanten auf dem Podium richteten.
"Ich
möchte einfach die große Freude der Vereinten Nationen darüber
zum Ausdruck bringen, dass eine solche Konferenz hier in Mitrovica stattfindet.
Wie Sie alle wissen, ist die UNMIK hier, um bei der Schaffung eines
multi-ethnischen Staates zu helfen, der in vollem Umfang den weltweiten
Standards einer modernen Gesellschaft entspricht. Eine der stärksten
Säulen einer modernen Gesellschaft ist, dass sie nicht einfach
von der Regierung beherrscht wird, sondern angefüllt ist mit Energie
von unten, von einer Vielzahl von Organisationen, die wir Zivilgesellschaft
nennen, und wenn wir "Hope for the Future" ansehen, dann sehen
ich, dass dies in hohem Maße zutrifft. Sie ist aktiv, effektive
und hat etwas geleistet, was offen gesagt, einer staatlichen Struktur
sehr schwer gefallen wäre, nämlich Menschen von hohem intellektuellem
Niveau von beiden Seiten des Ibar zu versammeln, um einige der grundlegenden
Fragen zu diskutieren. (...)
Die Konferenz wurde von der NGO "Hope for the Future" mit
Unterstützung des Instituts für Auslandsbeziehungen (ifa),
des Stabilitätspakts für Südosteuropa und des deutschen
Außenministeriums organisiert. Für das deutsche Verbindungsbüro
in Prishtina erläuterte der Erste Sekretär für Politische,
Kulturelle und Presseangelegenheiten , Matthias Lüttenberg, in
seinem Grußwort die Gründe für das deutsche Engagement:
"Die
Bundesrepublik Deutschland fördert durch ihre auswärtige Kultur-
und Bildungspolitik und das Institut für Auslandsbeziehungen die
Entwicklung starker unabhängiger Medien im Kosovo. Eine der Hauptsäulen
des Stabilitätspakts ist die Entwicklung freier Medien in den Staaten
Südosteuropas. Dies ist etwas, auf das die EU-Mitgliedstaaten und
Partner des Stabilitätspakts sich verpflichtet haben. Das Programm
Media im Pakt hilft Medien im Transformationsprozess von kontrollierten
zu freien Medien, die demokratischen Prinzipien in Übereinstimmung
mit der Charta für Medienfreiheit verpflichtet sind. Bislang hat
sich Medienhilfe Südosteuropa primär darauf konzentriert,
Originalproduktionen, den Entwurf und die Umsetzung einer Mediengesetzgebung
sowie die Journalistenausbildung in diesen Ländern zu fördern.
Die Unterstützung des deutschen Außenministeriums für
das Jahr 2004 beläuft sich auf etwa 3,1 Millionen Euro. Geförderte
Projekte werden umgesetzt von lokalen Partnern oder von Institutionen
mit Sitz in Deutschland wie der Deutschen Welle oder dem ZDF. (...)
Vor nicht allzu langer Zeit nahm ich an einer Debatte über die
Rolle der Medien teil, bei der es hauptsächlich um die März-Ereignisse
ging, und es wurde offensichtlich, wie groß der Einfluss der Medien
auf die Gesellschaft ist. Ich möchte alle hier versammelten Medienvertreter
bitten, ihre Verantwortung und ihre Pflichten nicht zu vergessen. Ich
möchte allen, vor allem "Hope for the Future" für
die Organisation dieser Veranstaltung , und Ihnen allen für Ihre
Teilnahme danken (...) ".
Dr.Pandeli Pani vom albanischen Programm der Deutschen Welle, erläuterte,
dass die Meinungs- und Medienfreiheit und die Vielfalt der Medien sind
Eigenschaften, ohne die man sich eine moderne Gesellschaft nicht vorstellen
kann. Durch Verbreitung wahrheitsgetreuer Informationen, Berichterstattung
über die Arbeit und Beschlüsse von Regierung und Parlament
und Justiz oder anderer wichtiger Institutionen des öffentlichen
Lebens tragen die Medien zur einer transparenten Gesellschaft bei. Diese
Arbeit
können
die Medien leisten, wenn sie nicht behindert werden. Es darf aber nicht
außer Acht gelassen werden, dass auch die Medien missbraucht werden
können, für die Verbreitung von Ideen, die sich gegen Demokratie
und Rechtsstaat wenden, und für die Verbreitung von Rassismus,
Nationalismus und Hetze gegen Minderheiten. Ausgehend davon darf man
die Medien- freiheit also nicht als Einbahnstraße verstehen. Die
Journalisten müssen bei ihrer Arbeit immer ihre Verantwortung im
Bewusstsein behalten".
Einer der Moderatoren dieser Konferenz, der Reuters-Korrespondent Branislav
Krstic berichtete über die Schwierigkeiten, eine solche Konferenz
zu organisieren:
Krstic: Manchmal ist es viel einfacher, etwas nur an einem Platz zu
organisieren. Wir mussten die Konferenz mit Teilnehmern aus vielen Richtungen
organisieren, und es sind auch Gäste aus Belgrad und Pristina gekommen.
Der Vorsitzende des Journalistenverbands von Mitrovica,
Çerkin Ibishi, äußerte sich zu der schwierigen Lage
derjenigen, die bei den Medien arbeiten. Einerseits müssten sie
so schnell wie möglich die Öffentlichkeit mit präzisen
Informationen versorgen, andererseits müssten die Informationen
gut verifiziert werden, was viel Zeit in Anspruch nimmt. Er beklagte,
dass
die Institutionen Kosovos oft irritiert reagierten, was die Arbeit der
Journalisten sehr erschwere. Zur Lage in Mitrovica sagte Ibishi:
"Hier bei uns sehen wir eine von der UNMIK abgesteckte Grenze,
die verhindern soll, dass die multi-kulturelle Gesellschaft Schaden
nimmt". Nach Ansicht Ibishis wird dadurch allerdings die Möglichkeit
der Journalisten eingeschränkt, Informationen zu veröffentlichen,
auch wenn sie zutreffend sind".
Branislav Krstic äußert sich selbstkritisch
zur Arbeit der Medien. Diese hätten es versäumt, ihre Rolle
als Beschützer der Menschenrechte des einfachen Mannes auf der
Straße genügend wahrzunehmen.
Krstic: "Die Medien in dieser Region leisten nur ein Prozent ihrer
Arbeit so, wie sie sollten. Der Schutz der Menschenrechte wird allgemein
verstanden als Schutz der Menschenrechte von Individuen. Der Einzelne
hat jedoch keinen staatlichen Apparat, der ihm hilft, seine Rechte zu
schützen. Was haben wir für den einfachen Serben, Albaner,
Roma oder Türken auf der Straße geleistet? Verstehen Sie
mich nicht falsch, aber es scheint mir, dass wir
als Journalisten als Teil bestimmter politischer Richtungen gesehen
werden, als Sprachrohre bestimmter politischer Positionen. Wir sind
nicht genügend bereit, den Dingen auf den Grund zu gehen. (...)"
Der
Leiter des Forums für interethnische Beziehungen in Belgrad, Dusan
Janjic, weist darauf hin, dass in einer geteilten Stadt wie Mitrovica
die Arbeit der Journalisten außerordentlich schwierig sei. Die
Journalisten müssten dies ausgleichen, indem sie besonders intensiv
zusammenarbeiteten, weil nur dann, wenn die einfachen Menschen besser
über das Leben auf der anderen Seite informiert seien, die Probleme
gelöst werden könnten.
14/29.10.2004
Rückkehr & Zusammenleben
01.10.2004
Die Brücke über den Ibër/Ibar
20.09.2004
Unterstützt von:
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Am 1. Oktober 2004 nimmt Hope for the Future sein Projekt "Multikulturelle
Radiosendungen" auf. Dieses Projekt wird vom Institut für
Auslandsbeziehungen (ifa), dem Auswärtigen Amt der Bundesrepublik
Deutschland und dem Stabilitätspakt für Südosteuropa
gefördert.
Im Rahmen dieses Projekts werden in Zusammenarbeit mit der Deutschen
Welle 14täglich Sendungen zu einem bestimmten Thema produziert.
Journalisten aus allen Ethnien produzieren in ihrer jeweiligen Sprache
je einen Beitrag zu einem bestimmten Thema, das alle Bürger betrifft.
Der Beitrag wird dann in die Sprachen aller anderen Volksgruppen übersetzt
und gesendet. Zu den vorgesehenen Themen gehören die Brücke
über den Ibër/Ibar im Zentrum von Mitrovica, die Rückkehr
von Vertriebenen und Flüchtlingen, ethnische Stereotypen und das
Zusammenleben der unterschiedlichen Volksgruppen in der Stadt.
Außerdem werden drei Diskussionsveranstaltungen mit Hörerbeteiligung
und zwei Podiumsdiskussionen mit Beteiligung von Politikern und Medienvertretern
organisiert.















































